„Ich bin immer ich selbst geblieben.“

Dinorah Varsi

 

Von: Carsten Dürer


Als sie Anfang der siebziger Jahre ihre Schallplatte mit den Klavierkonzerten von Chopin auf den Markt brachte, stand fest: Da ist eine große Pianistin auf der Bildfläche erschienen, zudem eine brillante Chopin-Interpretin. Dinorah Varsi, geboren in Montevideo, Uruguay, gilt heute noch als faszinierende Pianistin, auch wenn sie sich immer wieder von der Bühne zurückzog, um sich Pausen zu gönnen. Warum dies so war, wie sie über die Klavierwelt denkt und was ihr bei ihrem Spiel besonders wichtig ist, verriet sie uns in einem Gespräch nach einem Konzert in der Düsseldorfer Tonhalle im Frühjahr dieses Jahres.

Neue Klangerlebnisse mit Flügeln aus Australien

Stuart & Sons

 

Von: Carsten Dürer


Es hört sich ein wenig wie eine moderne Erfolgsgeschichte an, die es in dieser Art nur selten im Bereich der Klavierbauer gibt. Und dennoch fühlt man sich an beispielsweise die Erfolgsgeschichte des italienischen Herstellers Fazioli erinnert, oder an den französischen Privatier Stephen Paulello, der seit etlichen Jahren vollkommen selbstständig Flügel baut und nun langsam in eine kleine Serienproduktion einsteigt. Doch das sind Beispiele von enthusiastischen Klavierbauern, die aus dem Umfeld der Klavierbautradition des europäischen Kontinents stammen. Doch ein Klavierbauer aus Australien? Und ob. Dort hat sich vor etlichen Jahren der Enthusiast Wayne Stuart daran gemacht, die Geheimnisse des Klavierbaus zu erlernen und weiter zu entwickeln. Mit seinen zwei Flügelmodellen 220 und 290, die nun von Hurstwood Farm Pianos in England auch in Europa angeboten werden, stellt er die Ergebnisse nun auch in den Traditionsländern des Klavierbaus vor. Und die Ergebnisse sollten alle Klavierenthusiasten und die Klavierbaubranche aufhorchen lassen.

Im Gespräch

Stephen Kovacevich

 

Von: Carsten Dürer


Als Schüler von Dame Myra Hess ist es klar, dass Stephen Kovachevich schon lange auf den Podien dieser Welt zu Hause ist. Allerdings war der in Los Angeles geborene Kovachevich noch jung, als er nach London kam, um bei der großen britischen Dame des Klaviers zu studieren. Seither ist er in London geblieben, spielte weltweit mit allen namhaften Orchestern, kammermusikalischen Partnern und auf allen bekannten Podien. Vor allem das Spiel der Kompositionen der Klassik und Romantik scheins sein innerstes Wesen zu berühren. Warum dies so ist und wie seine Entwicklung insgesamt verlief, verriet uns der sympathische Pianist in einem Gespräch.

Ehrlichkeit in der Musik

Elisso Wirssaladze

Von: Carsten Dürer


Auch wenn Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, sicherlich schon seit langem zu den kulturell interessantesten Städten der östlichen Welt gehört, haben es doch nur wenige Musiker aus dieser Stadt geschafft, sich einen weltweiten Ruf zu erspielen. Zu diesen wenigen gehört die Pianistin Elisso Wirssaladze, die schon früh in ihrem Elternhaus ans Klavierspiel geführt wurde und bei Pädagogen wie Heinrich Neuhaus und Yakov Zak in Moskau studierte. Seit vielen Jahren unterrichtet Elisso Wirssaladze an der Hochschule für Musik in München und parallel am Tschaikowsky Konservatorium in Moskau. Wir trafen diese meist sehr introvertiert wirkende Musikerin während einer Unterrichtspause in München und unterhielten uns mit ihr über ihre Ansichten, ihre Biografie und ihre Gedanken zum Unterrichten.

Der ungarische Vielspieler

Jenö Jandó

 

Von: Carsten Dürer


Er ist sicherlich der Pianist, der weltweit die meisten Einspielungen auf CD vorzuweisen hat, er ist „der bestbeschäftigte Pianist der Welt“, wie ein amerikanisches Magazin einmal apostrophierte. Doch Jenö Jandó, der heute 52-jährige Pianist, der seit der ersten Stunde des Labels Naxos und bereits zuvor insgesamt mehr als 200 CDs eingespielt hat, dieser Ungar ist scheu. „Ich denke nicht, dass ich ein spannender Mensch bin, ich mache halt das, was ich mache“, sagt er, nachdem er mich vom Flughafen der Zwei-Millionen-Metropole Budapest abgeholt hat und wir uns auf dem Weg zu seinem Haus in Pest befinden, einem etwas ruhigeren Stadtteil von Budapest, in dem er nun seit mehr als 13 Jahren mit seiner Frau lebt.

Klavierkonzerte a la camera

Fumiko Shiraga und und ihr Projekt Piano Concertos in Disguise

Von: Hans-Dieter Grünefeld

 

Die Tradition und der Salon

Ein Sinfonieorchester passte in keinen fürstlichen oder großbürgerlichen Salon. Zumindest wäre kaum Platz fürs Publikum geblieben. Deshalb etablierten sich im 18. und 19. Jahrhundert Konzerte mit Kammerbesetzungen, paradigmatisch in Wien: Klavier, 2 Violinen, Cello sowie Kontrabass und Flöte ad libitum. Um trotzdem sinfonische Werke aufführen zu können, wurden solche von Komponisten für diesen Zweck in verkleinerten Formaten arrangiert. Mäzene und andere potentielle Förderer, Musiker und Zuhörer waren mit diesen Miniaturausgaben zufrieden, denn sie gestatteten eine bequeme Aneignung neuester Klänge ohne erheblichen Aufwand. Die ökonomisch lukrative und sozial attraktive Verbreitung öffentlicher Konzerte seit dem 18. Jahrhundert (1725 Concerts spirituel in Paris) und vor allem seit Anfang des 20. Jahrhunderts die Medien Radio und Schallplatte verdrängten die Aufführungen von Kammerversionen sinfonischer Werke in Bereiche elitärer Privatheit. Seitdem werden die Orchesterpartituren als Idealfassung betrachtet.

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