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Frischer Blick auf bekannte Werke

Denis Kozhukhin

Von: Isabel Herzfeld


Wer einen großen Wettbewerb gewonnen hat, kann sich der Aufmerksamkeit der Musikwelt sicher sein. Zwar ist fragwürdig geworden, was das heutzutage überhaupt zu bedeuten hat. Die sintflutartige Zunahme von Wettbewerben hat den einzelnen Ausscheidungskampf entwertet; das Profil junger Künstler einzuschätzen ist dadurch nicht leichter geworden. Doch scheint die erfolgreiche Teilnahme am Chopin- oder Tschaikowsky-Wettbewerb, bei der ARD oder Van Cliburn für den Aufbau einer Pianistenkarriere immer noch unverzichtbar zu sein. Zu den renommiertesten seiner Art gehört sicherlich der Concours „Reine Elisabeth“ in Brüssel – immerhin gewann ihn bei seiner erstmaligen Durchführung im Fach Klavier (1938) kein Geringerer als Emil Gilels, während der 18-jährige Arturo Benedetti Michelangeli auf dem 7. Platz landete.
Für Denis Kozhukhin, der im Mai 2010 mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde, öffneten sich damit die Türen zu den Konzertsälen der Welt. Es hagelte förmlich Einladungen: nach Paris, London und Amsterdam, nach Brasilien und Japan, zum Klavierfestival Ruhr, zum Rheingau-Musikfestival – wo er zusätzlich den Lotto-Förderpreis erhielt – und zum Progetto Martha Argerich in Lugano, ins Leipziger Gewandhaus und in die Carnegie Hall New York. Doch mit einem solchen Hype – der auch wieder zerplatzen kann wie eine Seifenblase – ist er kein Einzelfall. Was also macht die Faszination des 25-jährigen Russen aus, über eine technisch perfekte und musikalisch einigermaßen einfühlsame Bewältigung des Repertoires hinaus, die heute als selbstverständlich vorausgesetzt wird? Wie verkraftet er seinen frühen Ruhm, und welche Perspektiven lassen sich daraus entwickeln? Wir trafen uns mit diesem Pianisten in Berlin.

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Bewegende Musik aus Japan

Gerhard Oppitz ... über seine neueste Einspielung mit japanischen Kompositionen

von: Carsten Dürer


Gerhard Oppitz ist ein nachdenklicher Pianist, einer, der sich Zeit lässt mit Ideen, die reifen müssen. Natürlich gilt er als einer der Brahms-Spieler par excellence. Doch auch seine monumentalen Gesamteinspielungen von Beethovens Klavierkonzerten und Sonaten sowie seine soeben abgeschlossene Aufnahme mit den Schubert-Sonaten weisen ihn als Meister der klassisch-romantischen Periode aus. Doch es wäre vollkommen falsch, Oppitz auf dieses Repertoire zu beschränken, denn er hat ein immenses Spektrum an Wissen um das gesamte Klavierrepertoire. Zudem spielt er Werke wie das Schönberg-Klavierkonzert oder das 2. Klavierkonzert von Guiseppe Martucci, die er in den Tagen unseres Treffens zur Aufführung bringt. Doch nun hat sich Oppitz einem vollkommen anderen Repertoire gewidmet: japanischer Klaviermusik. Im März dieses Jahres ging er wieder in den von ihm seit 20 Jahren als Aufnahmeort bevorzugten Reitstadel in Neumarkt, um vier japanischen Komponisten auch hierzulande stärker Gewicht zu verleihen: Toru Takemitsu (1930–1996), Shin-Ichiro Ikebe (* 1943), Keiko Fujiie (* 1963) und Saburo Moroi (1903–1977).

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Rudolf Buchbinder...

...und Beethovens 32 Klaviersonaten

Von: Monika Hildebrand


Vor genau 30 Jahren hat Rudolf Buchbinder Beethovens 32 Klaviersonaten zuletzt eingespielt – damals noch auf LP für die Teldec. Sein Leben lang begleitet ihn das Werk nun schon. Bevorzugt spielt er sie alle komplett in einem Zyklus von sieben Konzerten. Nun gibt es eine Neuaufnahme, live aufgenommen im Rahmen eines besonderen Anlasses in der Dresdener Semperoper. Wir sprachen mit ihm in seinem Wiener Domizil.

Rudolf Buchbinder wurde in der Saison 2010/
2011 zum ersten „Clavier Virtuos“ an der Semperoper in Dresden ernannt – damit fing alles an. Bis dato schrieb die Tradition nur einen „Capell Compositeur“ vor, für den Titel „Artist in residence“ gab es ebenfalls keine Tradition. Dennoch sollte es mit Rudolf Buchbinder nun erstmals einen Instrumentalisten in dieser besonderen Stellung geben und man wählte statt „Artist in residence“ den zur Tradition passenderen Namen „Clavier Virtuos“.

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„Für mich ist es natürlich, immer in Bewegung zu sein.“

Yuja Wang

Von: Isabel Herzfeld


Eine rasantere Karriere ist kaum vorstellbar: Spätestens seit sie 2007 in Boston für Martha Argerich eingesprungen war – da war sie zwanzig und hatte ihr Studium noch nicht beendet – gilt Yuja Wang als neuer Stern am Pianistenhimmel. Von da an tourte sie wie die ganz Großen durch die Welt, mit den bedeutendsten Orchestern und Dirigenten, trat bei den wichtigsten Festivals auf. Ein Debüt jagte das andere: In Europa spielte sie schon 2003 mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, zwei Jahre später war sie unter der Leitung von Pinchas Zukerman beim National Arts Center Orchestra in Ottawa zu Gast; sie arbeitete mit fast allen führenden amerikanischen Klangkörpern und ging 2007 mit dem New York Philharmonic unter Lorin Maazel auf Tournee durch Japan und Korea. Auf den Festivals von Aspen, Gilmore, Schleswig-Holstein und Verbier bejubelte man sie als Solistin; darauf holte man sie zu Recitals nach London, Paris und München. Beim London Symphony Orchestra debütierte sie unter Michael Tilson Thomas; mit dem Royal Philharmonic unter Charles Dutoit reiste sie durch Spanien. Ein Höhepunkt ihres bisherigen Künstlerlebens war gewiss, als Claudio Abbado sie ausdrücklich als Solistin für sein Lucerne Festival Orchestra wünschte. Kein Wunder, dass Interview-Termine bei Yuja – so würde sie sich am liebs-ten nennen, da „Wang“ in China ein Allerweltsname ist – knapp und begehrt sind. Wir trafen sie in Berlin kurz vor einer Probe mit den Stimmführern der Berliner Philharmoniker, mit denen sie ein Kammerkonzert in Paris vorbereitete – und das war an diesem Vormittag nicht ihr erster Interview-Termin.

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Zwei Jahre unter neuer Führung

Neuausrichtung bei Bösendorfer

Von: Carsten Dürer


Die jüngere Geschichte der Traditionsmarke Bösendorfer in Wien ist unruhig verlaufen. Nachdem das Unternehmen vom langjährigen amerikanischen Mutterhaus Kimble an die BAWAG-Bank verkauft worden war, gingen die Stückzahlen immer weiter zurück. Dann kam die für die Klavierwirtschaft länger anhaltende Wirtschaftskrise hinzu, die gerade die hochpreisigen Produkte in die Bedrouille brachte. Immer noch hatte man zwei Firmensitze, die Administration und die letzte Fertigstellung der Instrumente (inklusive Ausstellungssaal und Konzertsaal) in der Graf Starhemberg-Gasse sowie die Produktionsstätte im fast eine Autostunde entfernten Wiener Neustadt. Die Kosten begannen das Unternehmen aufzufressen, die Logistik war ebenso überteuert wie die Miete im Wiener Firmensitz. 2008 wurde das Unternehmen von der BAWAG dann an das japanische Unternehmen Yamaha verkauft. Erst schien dies ein Ausverkauf eines europäischen Traditionsunternehmens an ein asiatisches. Doch mit einer über 100-jährigen Tradition im Klavierbau und einer weltweit starken Markenpräsenz war Yamaha wohl der richtige Käufer, wie sich seither gezeigt hat.
Wir wollten wissen, was sich genau in Bezug auf die Produktion und die neuen Ideen im Unternehmen verändert hat, und trafen uns in Wien mit dem Verkaufsleiter für Deutschland, Peter von Seher-Thoss, mit dem ehemaligen Produktionsleiter von Bösendorfer, Ferdinand Bräu (der mittlerweile als Berater für das Unternehmen tätig ist), sowie mit dem Managing Director von Bösendorfer Yoshichika Sakai.

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„Ich will mich innerlich, geistig und emotional entwickeln.“

Henri Sigfridsson

Von: Carsten Dürer


Es war im Jahre 2000, als ich den hünenhaften Finnen Henri Sigfridsson erstmalig hörte, im Finale des Géza Anda-Wettbewerbs in Zürich. Damals errang er nach Filippo Gamba den zweiten Preis und erhielt aufgrund seiner Bühnenpräsenz und seiner überzeugenden Interpretationen den Publikumspreis. Seither hat sich vieles bei Sigfridsson getan, vor allem, da er 2005 dann den 1. Preis beim Internationalen Telekom Beethoven-Wettbewerb in Bonn erringen konnte. Dem Aufstieg schien nichts mehr im Wege zu stehen. CD-Aufnahmen folgten, Sigfridsson spielt mehr Solokonzerte als zuvor. Denn da hatte er zahllose Kammermusikwerke mit großartigen Künstlerpersönlichkeiten wie Gidon Kremer, Boris Pergamentschikow oder Leonid Kavakos aufgeführt. Wir trafen den sympathischen Pianisten, um uns mit ihm über seinen Werdegang und seine heutige Sicht der Dinge zu unterhalten.

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