Meister der Transkription

EARL WILD

Von: Carsten Dürer


Seine 88 Jahre merkt man ihm nicht an. Earl Wild ist von großer Statur, absolut kerngesund und in großartiger körperlicher Verfassung. Als wir ihn während des „International Keyboard Institute und Festival“ am Mannes College of Music in New York trafen, bereitete er sich gerade mit einer fast vierstündigen Probe auf ein Konzert am kommenden Abend vor. Zudem gab er einen Tag darauf eine Meisterklasse über den gesamten Nachmittag. Von Müdigkeit keine Spur. Wild war Schüler von Egon Petri und studierte zudem bei Selmar Jason, einem Schüler von Eugen d’Albert und Xaver Scharwenka. Während Earl Wild in den USA immenses Ansehen genießt, ist er in Europa fast unbekannt, da er seit Ende des Zweiten Weltkrieges nur selten in die „Alte Welt“ reiste. Erst seit seine alten Aufnahmen aus den 50er Jahren in der Serie „Great Pianists of the 20th Century“ wieder veröffentlicht wurden, erlangte er neue Anerkennung. Doch Earl Wild ist einer der Pianisten, die – neben einer großen Konzertlaufbahn – vielleicht am längsten auf eine erfolgreiche Schallplattenkarriere zurückblicken können, die bereits 1939 für RCA begann. In seinem Konzert am Abend nach dem Interview, in dem er Mozart, Liszt und Chopin spielte, zeigte er, wie bravourös seine Technik, sein Gespür für die Musik, die Rhythmik und den richtigen Zugang zur Tiefe der Werke ist.

Musik als Weg der Kommunikation

Der Pianist Yefim Bronfman

Von: Carsten Dürer


Er macht sich nicht zu viele Gedanken über die Dinge, die nicht die Musik betreffen. Und genau dies macht Yefim Bronfman so sympathisch. Der amerikanische Pianist russischer Abstammung gilt heute als meistbeschäftigter Pianist weltweit. In Deutschland ist sein Name noch immer nicht so bekannt, wie er es sein sollte. Denn abgesehen davon, dass Bronfman mit den größten und berühmtesten Musikern konzertiert und von den bekanntesten Orchestern begleitet wird, ist er in den USA ein absoluter Star. Wir trafen ihn kurz vor einigen Konzerten in Berlin, der Stadt in Deutschland, in der er am häufigsten spielt. Was er über das Geschäft mit der Musik, über seine Schallplatteneinspielungen und über das Zusammenspiel mit anderen Musikern denkt, lesen Sie in diesem Interview.

"Ich will den jungen Menschen die klassische Musik näher bringen."

Der Pianist Lang Lang

 

Von: Carsten Dürer


Als „aufgehenden Stern“ hatte ihn schon 1999 die Chicagoer Presse gefeiert: Der damals gerade 16-jährige Chinese Lang Lang war für den angekündigten André Watts beim Rivinia-Festival eingesprungen. Der Startpunkt einer großartigen Karriere, deren Grundstock der heute 20-Jährige bereits mit drei Jahren legte, als er mit dem Klavierspiel begann. Nach vielen Konzerten, vor allem in den USA und in Asien, macht sich Lang Lang nun auf, auch in Europa bekannter zu werden. Und dies sollte ihm nun zudem dadurch gelingen, dass er soeben einen exklusiven 5-Jahresvertrag mit der Deutschen Grammophon geschlossen hat. Und schon im Juli wird die erste CD aus diesem Vertrag veröffentlicht, mit Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 und Mendelssohns Klavierkonzert g-Moll, begleitet vom Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim. Wir trafen Lang Lang am Rande eines Konzertes in Braunschweig, um uns mit ihm über seine Ausbildung, seine steile Karriere, seine Ideen und seine Zukunftsansichten zu unterhalten.

"Musik ist in meiner Natur"

Mihaela Ursuleasa im Portrait

 

Von: Carsten Dürer


Sie ist erst 24 Jahre alt. Schon früh galt die gebürtige Rumänin Mihaela Ursuleasa als Wunderkind, spielte bereits mit acht Jahren eine Schallplatte ein und gewann kurz darauf schon beim Internationalen Klavierwettbewerb im italienischen Senigallia den 2. Preis. Doch bald schon war sie frühzeitig überlastet, nahm eine Pause, in der sie sich in Wien wieder unterrichten ließ und ihr Repertoire erweiterte. Als sie dann 1995 - mit nur 16 Jahren - den renommierten Clara-Haskil-Wettbewerb gewann, startete sie eine Karriere auf einem Niveau, das sprichwörtlich hoch war. Wir trafen die sympathische Pianistin in ihrer Wahlheimat Wien, um mit ihr in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus über Vergangenes und Zukünftiges zu plaudern.

150 Jahre

Die Jubiläen von Bechstein, Blüthner und Steinway & Sons

 

Von: Carsten Dürer


Das Jahr 1853 war nicht gerade eines der politisch ruhigen Jahre in Europa. Russland besetzte gerade die Donaufürstentümer, und daraufhin begann der berühmte Krimkrieg, der Frankreich, England und Österreich aufbrachte. Franz Liszt schrieb seine erste Version der h-Moll-Sonate, und Charles Gounod zeigte mit seiner "Meditation sur le Premier Prélude de Piano de S. Bach", dass die Neuerer recht locker mit dem musikalischen Erbe auf hohem Niveau umgingen. Es war die Hoch- und Blütezeit von Robert Schumann und Johannes Brahms, Wagner ging seinen "Ring" an, und Guiseppe Verdi schrieb seine berühmte Oper "La Traviata". Es war eine Zeit des Aufbruchs, der Suche nach Neuem und des Loslösens von Althergebrachtem. Und es ist das Gründungsjahr von dreien der namhaftesten Klavierbaufirmen der Welt, die noch heute bestehen: C. Bechstein, Blüthner und Steinway & Sons, die in diesem Jahr gemeinsam ihr 150-jähriges Bestehen feiern können. Wir wollen einmal kurz einen Blick auf die recht unterschiedlichen Entwicklungen der Firmen werfen.

Kampf für die künstlerische Ästhetik

Der Pianist und Pädagoge Dimitri Bashkirow

 

Von: Carsten Dürer


Mittlerweile ist er eine Institution, ein Lehrer durch dessen Schule Pianisten wie Arcadi Volodos, Nikolai Demidenko oder Edgar Nebolsin gingen. Dmitri Bashkirow ist mit 71 Jahren eine lebende Legende, die aktiv ist wie fast nie zuvor. Sein pianistisches Können steht außer Frage. Am liebsten spielt er die großen Werke der Klassik oder Romantik. Doch mittlerweile ist er mehr als Professor und Lehrer von Meisterkursen bekannt, denn als Pianist. Am Rande eines Konzertes und Meisterkurses im Steinway & Sons-Haus Heinersdorff in Düsseldorf trafen wir ihn bei einem seiner Schüler, dem Pianisten und Professor für Klavier, Boris Bloch, in Essen, um uns mit ihm über seine Ansichten zum Unterrichten und über sein Leben zu unterhalten.

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