Die Sommermonate für das Klavier

Liebe Klavierfreundinnen und -freunde,

es ist Sommer, die Temperaturen sind hoch, es regnet mal oder gewittert … Dies sind die besten Voraussetzungen, um sich einmal Gedanken zu machen, ob es dem Instrument, das man besitzt, auch gut geht. Denn die wechselnden Witterungen, die Trockenheit bei Hitze und die Luftfeuchtigkeit nach einem ordentlichen Sommerregen können dem Holz, den Filzen, dem gesamten Instrument zusetzen. Und keiner sollte denken, nur da das Instrument sich in den Räumen befindet, ist es geschützt. Das Gegenteil kann der Fall sein.

Es ist schon eigenwillig, dass man oftmals von einer Stimmung und Durchsicht von Instrumenten beim Wechsel zu der Heizperiode spricht. Natürlich ist auch dies ein Wechsel des Raumklimas, das ein Instrument zu spüren bekommt. Doch da die Witterungsgegebenheiten unserer Sommer immer drastischer werden, sollte man sich auch im Sommer überlegen, sein Instrument einmal von einem Klaviertechniker durchsehen zu lassen. Immerhin sollte man dies von langer Hand planen, da zum einen auch Klavierbaumeister einmal Sommerurlaub machen, zum anderen sind die guten auch oftmals stark in Festivalgeschehen involviert, so dass es schwierig sein kann, einen Termin zu erhalten.

Klaviere und Flügel sind nun einmal vor allem aus Holz und Filzen gebaut (natürlich auch aus Metallteilen, aber diese sind weniger anfällig gegen Hitze und Kälte oder Luftfeuchtigkeit). Das bedeutet: Bauartlich bedingt, reagiert das Holz und die Filze auf Feuchtigkeit und Temperatur. Natürlich kann man beispielsweise mit modernen Luftbefeuchtern arbeiten, kann auch versuchen, die Temperatur so gleichmäßig wie möglich zu halten. Und dennoch verändert sich das Holz. Wenn das Instrument sich verstimmt, liegt dies nicht zwingend an zu hoher Spielbelastung, sondern ist ein Zeichen, dass sich die Umgebungsgegebenheiten verändert haben. Spätestens dann sollte man nicht mehr allzu lange warte, um einen Klaviertechniker kommen zu lassen. Und diesem sollte man tunlichst sagen, dass er das Instrument nicht nur stimmen soll, sondern es auch an anderen Stellen überprüfen müsste. Denn nur dann, wenn beginnende Risse im Resonanzboden, wenn Veränderungen an den Filzen, wenn kleine Veränderungen in den Holzteilen der Mechanik frühzeitig erkannt werden, kann man möglicherweise später auftretenden und dann meist kostspielige und aufwendige Reparaturen vermeiden.

Also: Wenn man nur einmal im Jahr den Klaviertechniker ans Instrument holt, reicht das oftmals nicht aus, um sein Instrument zu schützen. Und wer glaubt, dass er schon alles weiß, der liegt falsch, ansonsten würden wir eigentlich gar keine Klaviertechniker benötigen, sondern könnten uns mit angelernten Klavierstimmern begüngen.

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