Klaviertechniker in den eigenen vier Wänden

Liebe Klavierfreundinnen und -freude,

wenn man endlich der stolze Besitzer eines Klaviers oder eines Flügels in den heimischen vier Wänden ist, dann muss man sich bald schon Gedanken darüber machen, wie dieses Instrument auch in ein paar Jahren noch in einem guten Zustand ist oder wie man es sogar bei einem alten Instrument noch besser machen kann. Also muss als erstes ein Klavierstimmer her, am besten ein Klaviertechniker, der mehr leisten kann, als „nur“ eine Stimmung des Instruments vorzunehmen. Denn man wird auch einmal die Filze unter den Tasten zu erneuern haben und vielleicht muss auch einmal ein Hammerkopf abgezogen werden, da die Saiten schon deutliche Eindruckspuren hinterlassen haben. Nun ist es manchmal ein wenig komisch, wenn ein „Fremder“ sich an das eigene Instrument setzt. Aber da muss man halt durch, auch wenn einem das Instrument sehr ans Herz gewachsen ist. Dem Techniker einen Kaffee für die bessere Stimmung anzubieten, versteht sich von selbst, oder wenigstens ein Wasser – je nachdem, was er lieber hat. Und natürlich sollte man sich kurz mit ihm über das Instrument, das da vor ihm steht unterhalten, um ihm klarzumachen, was einem an kleinen Schwachstellen aufgefallen ist, was man vielleicht ändern könnte. Dann allerdings sollte man ihn seine Arbeit machen lassen. Neben einem Stimmer oder Techniker zu sitzen, ist zum einen nicht sinnvoll, da er sich kontrolliert fühlt, zum anderen wird er von seiner Konzentration abgelenkt. Und das will man nun doch wirklich nicht. Natürlich versteht es sich von selbst, dass man die eigene Zeit so gestaltet, dass man etwas Leises während des Stimmungsprozesses oder der weiteren Arbeit, die er vornehmen muss, tut. Denn wenn man nun lautstark telefoniert, hilft dies der Stimmung nicht. Ein Klaviertechniker muss sich auf sein Ohr und seine Erfahrung konzentrieren, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen – und das wollen Sie ja.

Wenn er dann verlauten lässt, dass er mit seiner Arbeit fertig ist, sollte man sich nochmals die Zeit nehmen, um alle Arbeiten zu prüfen, nicht um ihn zu kontrollieren im Sinne, dass man ihm nicht vertraut, sondern eher, um ihm (hoffentlich) Anerkennung zuzusprechen.

Dass er eigentlich auch immer das Instrument einmal kurz säubern sollte, versteht sich für einen guten Techniker von selbst. Auch das sollte man zumindest einmal ansprechen, denn unter den Saiten zu reinigen, verlangt bestimmte Werkzeuge oder Staubsauger.Wenn man dann zufrieden ist, sollte man auch gleich ansprechen, wann er wiederkommen sollte. Denn wir wissen selbst um die Heizperioden, wann es sinnvoll ist, eine Stimmung zu wiederholen. Und eines ist besonders wichtig: Wenn man einmal zufrieden ist mit dem Ergebnis, sollte man darauf achten, dass immer der gleiche Techniker dieses eine Instrument betreut. Warum? Nun, jeder Techniker hat seine individuellen Methoden, um ein Instrument zu behandeln, und verfolgt diese immer wieder. Wenn nun beständig ein Wechsel von Technikern am Instrument stattfindet, wird das Instrument niemals ganz so gut sein, wie es sein könnte, wenn derselbe Techniker immer weiter – über Jahre – seine Art, das Instrument zu behandeln verfolgt. Also sollten Sie sich sicher sein, dass es mit einem bestimmten Techniker gut funktioniert, dann können Sie sich ebenso sicher sein, dass das Instrument immer besser wird, oder zumindest seinen Stand – wenn er denn gut ist – beibehält.

Bestellen

Bestellen Sie sich die Printausgabe der PIANONews ins Haus. Als Abonnement für 6 Ausgaben oder auch als Einzelhefte.

Abonnement Einzelheft

ePapers

Lesen Sie die PIANONews gleich hier und jetzt online. Im 6er Abonnement oder als Einzelexemplar.

6 x ePaper Einzel-ePaper Infos

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung