Das Jahr 2019

Liebe Klavierenthusiastinnen und -enthusiasten,

das Jahr 2019 hat soeben begonnen, viele sind immer noch erstaunt darüber, dass das vergangene so schnell vorüberzog. Was hält das Klavierjahr 2019 bereit für die Interessierten? Nun, immer mehr wird man sich langsam auf das darauffolgende Jahr, das Beethoven-Jahr 2020 zum 150. Geburtstag des Bonner Komponisten, vorbereiten. Schon im vergangenen Jahr haben etliche Pianisten damit begonnen, seine Klaviermusik einzuspielen und einige sogar damit, die 32 Sonaten – wieder einmal – komplett aufzunehmen, womit sie im Jahr 2020 fertig werden wollen.Doch es gäbe so viele andere Komponisten aufgrund von Gedenktagen im Jahr 2019 zu feiern.

So beispielsweise den 125. Geburtstag von Erwin Schulhoff, dem von den Nazis verfolgten Komponisten, der wunderbare Sonaten, einzelne Klavierwerke und Klavierkonzerte hinterlassen hat. Ebenfalls aufgrund seines 125. Geburtstags könnte man sich auch an den französischen Komponisten Emanuel Chabrier erinnern, der wunderbare – wenn auch nicht so viele – Klaviermusik schrieb, die richtungsweisend für viele seiner Nachfolger wurde. Auch die russische Komponistin Galina Ustwolskaya ist keine unbekannte und würde 2019 ihren 100. Geburtstag feiern. Ihre Klavierwerke sind immer noch viel zu unbekannt. Worauf sich aber momentan in jedem Fall etliche Künstler, speziell Pianistinnen, stürzen, ist der 200. Geburtstag von Clara Schumann. Diese Pianistin war auch Komponistin wie man weiß. Und dass gerade sie – auch aufgrund ihrer Ehe mit Robert Schumann – einen großen Einfluss auf die Damen am Klavier der folgenden Generationen hatte, ist offensichtlich. Doch das sie nicht nur eine der einflussreichsten Pianistinnen ihrer Zeit war, sondern auch eine hervorragende Komponistin, werden in diesem Jahr etliche Künstlerinnen beweisen. Und das zu Recht, denn ihre Werke rangieren immer noch unter dem Status: Musik einer Frau, die von ihrem Mann lernte und daher eher epigonal ist. Es mag ja sein, dass Clara Schumann sicherlich von dem wirken ihres Mannes Robert beeinflusst war, ebenso von ihrem Freund Johannes Brahms. Und dennoch sind ihre Werke ganz persönlich, ganz eigen in der musikalischen Aussagekraft.

Das muss man nur hören. Und da ihre Musik immer noch viel zu wenig aufgeführt wird, hält sich natürlich das Gerücht, ihre Musik sei weniger bedeutend. Wenn man einmal genau hinsieht, dann sollte man überhaupt die Komponistinnen endlich aus ihrer offensichtlich geschichtlich falsch eingeordneten „Zweitrangigkeit“ herausholen, so wie es die Pianistin Kyra Steckeweh und der Filmemacher Tim van Beveren bereits mit ihrem Dokumentarfilm „Komponistinnen“ getan haben.Auch wenn einige Jahre sicherlich immer wieder aufgrund der Gedenktage an einige Komponisten – und durchaus zu Recht – überschattet sind, sollte man die Vielfalt, an die zu erinnern es sich lohnt, niemals aus den Augen lassen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein glückliches, frohes, gesundes und vor allem klavierreiches Jahr 2019.

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