Die Frankfurter Musikmesse, die in diesem Jahr vom 7. bis zum 10. April stattfindet, hat ein neues Konzept aufgelegt, mit einer anderen Aufteilung der ausstellenden Hersteller in den Hallen, mit Business-Arealen – aber vor allem mit einer Öffnung von 10 bis 19 Uhr an allen Tagen für das Publikum. Allerdings sind die Eintrittspreise nicht gerade niedrig, will man zu zweit einen Messebesuch planen, bei dem man nicht nur die Eintrittsgelder, sondern auch die überhöhten Preise für Getränke und Snacks auf dem Messegelände berücksichtigen muss. Dennoch ist es ein Signal, hat man erkannt, dass es ohne die Endverbraucher eine Messe keinen Sinn mehr macht. In einer Welt, in der sich jeder ohnehin über das Internet über Neuheiten informieren kann, sind solche Ausstellungen fast nur noch Bekenntnisse, dass man Flagge zeigt und signalisiert, dass man existiert. Denn längst sind die Zeiten, in denen die Fachwelt auf die Neuheiten bei Messen wartete, vorbei. Und selbst wenn eine Neuheit auf einer Messe gezeigt wird, weiß es die Welt spätestens am selben Tag über die sozialen Netzwerke. Und das Business, das in früheren Zeiten ausschließlich auf Messe-Veranstaltungen vonstatten ging, wird heute meist auch abseits des Trubels solch einer Ausstellung vorgenommen.

Was findet ein Klavierliebhaber nun auf einer solchen Messe vor? Ausgestellte Klaviere und Flügel, vereint in einer Halle, in der fast jeder einmal ein Instrument anspielen will. Und da nun einmal ein Klavier und ein Flügel ein wenig mehr Lautstärke als eine Gitarre produziert, ist es laut in dieser Art von Ausstellungshallen. Nur dass das nicht sein darf, da achtet die Messegesellschaft schon drauf, da man ja keine Lärmbelästigung produzieren will (zu Recht, wenn man daran denkt, dass die Aussteller den gesamten Tag in dieser Atmosphäre ausharren müssen.

Was wäre die Lösung? Sogenannte lärmschützende Boxen wären eine Möglichkeit. Doch diese sind extrem teuer, in ihnen hört man einen Flügel auch nur bis zu einem gewissen Grad, da die kleinen Kästen nicht gerade einen Klang sich entwickeln lassen. Das allein kann es also nicht sein.

Einige Hersteller sind schon mehrfach dazu übergegangen und haben ihre Fachhändler aus aller Welt zu einem Besuch an ihrem Produktionsstandort eingeladen. Das macht Sinn, denn man hat einen intensiven, eher ruhigen und direkten Kontakt. Zudem kann man seine Instrumente in einer angenehmen Atmosphäre präsentieren. Genau dies sollte man auch den Endverbrauchern anbieten: Hausmessen bei den Herstellern. Dann könnten die Interessierten von Hersteller zu Hersteller reisen, sich informieren, die Unterschiede bestens kennenlernen, Gespräche führen. Dazu müssten die Hersteller sich nur absprechen, dass man die Termine nicht überschneidet.

Die Musikmesse wäre dann vor allem noch für die Noten-Interessierten gut und wichtig, da sie sich dort bei fast allen einschlägigen Verlagen direkt informieren können.
Vielleicht ist die keine Zukunftsmusik, sondern alle erkennen langsam, was sich die Klavierliebhaber wirklich wünschen.

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