Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,

haben Sie nicht auch das Gefühl, dass es in den vergangenen Monaten wieder ein nicht als solches gekennzeichnetes Thema gab, das allerorten der Musik auftaucht? „Grenzgänge“, „Neuartig“, „Faszinierend“ nennen die Marketing-Strategen diese Musik … doch letztendlich ist es nichts anderes als ein Wiederbeleben einer Richtung, die wir schon einmal als „Crossover“ in den 90er Jahren aufgetischt bekommen haben. Damals hat man uns schon vormachen wollen, dass diese Musik, die eigentlich stark von der Pop-Musik geprägt ist, neue Interessensschichten für die Klassik gewinnen würde. Zwei, drei Jahre dauerten die Versuche, gesteuert namentlich von der CD-Industrie. Schon damals hatten sich Strategen aus unterschiedlichen Abteilungen, also Pop/Rock und Klassik zusammengesetzt, und meinten, dass sie nun etwas Neues am grünen Tisch kreieren könnten, was aus der damals beginnenden CD-Verkaufs-Krise herausführen könnte. Doch schon nach kurzer Zeit und nach immensen Marketingausgaben erkannte man, dass das Publikum diese Musik nicht annahm.

Das Fazit damals war eindeutig: Wenn es Grenzgänger gibt, die erfolgreich eine neue Linie verfolgen, dann muss sie aus demjenigen selbst kommen, original und ehrlich sein – aber ein Überstülpen von anderen Musikern auf etwas Neues, was einmal erfolgreich war, ist nicht möglich, da so etwas einfach nicht ehrlich zu überzeugen versteht. Nun sehen wir aber mehr und mehr, dass dieses Feld wieder aufgerollt wird, dass immer mehr – und gerade junge – Künstler aus unterschiedlichen Bereichen der Musik zusammengesteckt, mit neuem Image versehen werden – und eine Musik spielen, die nicht wirklich zuzuordnen ist. Nichts ist dagegen zu sagen, wenn man auf intelligente Weise Klassik mit Jazz vermischt, sich die eine Seite von der anderen beeinflussen lässt.

Aber wie gesagt: Es muss inspiriert und intelligent geschehen und nicht aufgesetzt nach dem Motto: Der eine hat damit Erfolg, also können wir dieses Konzept auf andere Künstler übernehmen. Es sind mittlerweile immer und immer mehr Stilblüten dieser Art auf dem Markt. Nur dass man sie nicht mehr als „Crossover“-Produktionen bezeichnet, da man sich nicht an eine alte und nicht gelungene Idee erinnern will.

Doch schauen Sie sich einmal um: Es gibt diese Art von Künstlern, die man bislang als arriviert und talentierte in der Klassik angesehen hätte. Und dann nennen sie neue CD-Einspielungen mit Künstlern, die sich in anderen Genres einen Namen gemacht haben „Projekte“ oder ähnlich. Letztendlich ist das wieder ein von der CD-Industrie gesteuertes Phänomen … und wieder wird man damit auf die Nase fallen …

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